Test: Die Straße nach Caer Camlin

von Novil Ariandis, 8.8.2003

 

Einleitung

"Die Straße nach Caer Camlin" von Ralf Schemmann ist ein ziemlich kurzes Abenteuer für Charaktere der 3. oder 4. Stufe. Von den bisher von mir getesteten Abenteuern ist es das erste, das auch wirklich das Prädikat "Rollenspiel-Abenteuer" verdient.

Pro

- Atmosphärisch und stimmungsvoll
- Interessante Nebenquests
- Keinerlei groben Schnitzer

Contra

- Keine richtige Geschichte
- Zu kurz

Story

Die Straße nach Caer Camlin wurde durch einen Erdrutsch verschüttet und es gilt nun, eine alternative Route zu finden. Ich wage kaum, dies als "Hintergrundgeschichte" zu bezeichnen. Zum Glück ist diese sowieso nur der Aufhänger einer Reihe von gelungenen Nebenquests. So gilt es, den Räuber Haewidd auszuschalten, einen kleinen Jungen zu retten oder einen Gefangenen aus seinem unterirdischen Gefängnis zu befreien. Alles ganz nett gemacht und ordentlich geskriptet, aber sicher nicht wirklich originell.

Novil Ariandis' Bewertung:
5.50 von 10 möglichen Punkten

durchschnittliche Punkte aller Bewertungen: 5.83

Dialoge

Die Dialoge mit den wenigen, dafür gut ausgearbeiteten, NSCs sind allesamt sehr gut gelungen und erzeugen echte Atmosphäre. Jedem Gesprächspartner wurden seiner Bildung und seinem Stand entsprechend passende Worte in den Mund gelegt. Aber wirklich phantastisch waren die Dialoge nun doch auch nicht, es geht schon noch ein wenig origineller.

Novil Ariandis' Bewertung:
8.00 von 10 möglichen Punkten

durchschnittliche Punkte aller Bewertungen: 6.53

Leveldesign

Die angenehm kleinen, dafür mit vielen Objekten ausgestatteten, Karten konnten mich überzeugen, wenngleich auch dies nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann. Neben der angemessenen Beleuchtung und dem Einsatz passender Klangeffekte haben mir vor allem die Beschreibungstexte zu jeder Person und jedem wichtigen Gegenstand gefallen. Da hat sich endlich mal jemand diese doch gar nicht so große Mühe gemacht! Gut so! Das gibt Bonuspunkte!

Novil Ariandis' Bewertung:
8.00 von 10 möglichen Punkten

durchschnittliche Punkte aller Bewertungen: 6.73

Kämpfe

Wie es sich für ein echtes Rollenspiel-Abenteuer gehört, wird man nicht von einer völlig überzogenen Anzahl an bösen Schurken und garstigen Untoten behelligt, wie zum Beispiel in "Als der Winter kam". Aber auch das kann nicht ganz darüber hinwegtäuschen, dass die Kämpfe nicht gerade viel an Besonderheiten bieten.

Novil Ariandis' Bewertung:
6.00 von 10 möglichen Punkten

durchschnittliche Punkte aller Bewertungen: 6.47

Multiplayer

Ich habe "Die Straße nach Caer Camlin" nur im Einzelspieler-Modus gespielt, halte es aber auch für sehr gut im Multiplayer-Modus spielbar.

Eine Bewertung war nicht möglich

durchschnittliche Punkte aller Bewertungen: 5.71

Besonderheiten

Das Modul ist auch auf englisch erschienen und zwar unter dem Titel "The Road to Caer Camlin". Sehr gut hat mir auch die enthaltene, originelle Kurzgeschichte "Die Geschichte von Erean und dem Riesen Gontar" gefallen.

Spielspaß/Fazit

"Die Straße nach Caer Camlin" ist bisher das beste Modul, das ich gespielt habe. Es ist leider sehr kurz, aber besser ein *kurzes Vergnügen* als eine *lange Langeweile*, sage ich mal. Der Entwickler von "Als der Winter kam" hätte sich hier abschauen können, dass manchmal eben doch in der Kürze die Würze liegt. Ralf Schemmann beherrscht jedenfalls sein Handwerk und da bleibt mir, dem alten Populous-Haudegen, nur noch zu sagen: "Well done, mortal!" Zum "imortal" hat's dann nämlich doch nicht ganz gereicht. Trotzdem: Spielen!

Novil Ariandis' Bewertung:
7.50 von 10 möglichen Punkten

durchschnittliche Punkte aller Bewertungen: 6.97

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