Wird die Seite nicht richtig angezeigt? Hast du einen Rechtschreibfehler entdeckt? Lass es uns wissen!

Es war einmal...

Bildschirmfoto

Vor rund 30 Jahren spielte ein Junge namens Gary Gygax mit seinen Freunden der International Federation of Wargamers (IFW) ein kleines Kriegsspiel, welches ursprünglich von einem Militärtrainingsprogramm eines preußischen Stabsoffizier der 19 Jahrhunderts abstammte. Die Spielidee bestand darin, militärische Konflikte, mit topologische maßstabsgetreuen Karte in einer Art Sandkasten und Miniaturmetallfiguren nachzustellen. Die Figuren repräsentierten dabei Einheiten unterschiedlicher Größe. Mit dem dazu passenden Regelwerk und ein paar Würfeln, konnten Spieler Truppenkämpfe bis zur Größe von Brigaden simulieren.

Bildschirmfoto

Das Spiel erfreute sich nicht nur unter Soldaten größter Beliebtheit. Weshalb es sich in den 60ern schließlich nach America ausbreitete. Wo es halt auf Gary und seine Freunde stieß. Obwohl die Bezeichnung International Federation of Wargamers anfangs etwas überheblich klag, wuchs der Club mit der Zeit zu dem Namen heran. Zu seinem Höhepunkt rühmte sich der IFW mit 600-700 Mitgliedern, eingeschlossen vieler ausländischer Spieler (was in Zeit vor dem Internet ein nicht zu verachtender Faktor ist). Dennoch konzentrierte sich die Mehrheit des Clubs auf den mittleren Westen Amerikas und viele seiner begeistertsten Teilnehmer (Gary eingeschlossen) lebten nahe des Genver Sees. Wie mit allen großen Gruppen, splitterten sich die IFW Mitglieder in kleinere Untergruppen auf. Die Szenarien, basierend auf ihren historischen Gebieten, spielten. Garys Gruppe hatte sich selbst den Namen Castle & Crusade (Burgen & Kreuzzüge) verliehen.

Das erste Regelwerk, was sie verwendeten, basierte gänzlich auf dem Aussehen der Figuren. Wenn ein Soldat Beispielsweise einen Streitkolben trug aber keine Rüstung, dann kämpfte er auf Grundlage eines bestimmten Regelsatzes; hatte er hingegen eine Rüstung und eine Armbrust, waren seine Angriffs- und Verteidigungswerte vollkommen anders. Zu Beginn spielte Garys Gruppe die Regeln nach der traditionellen Wargaming Art: 1 Plastiksoldat repräsentierte 20 Mann. Damit der Monotonie Einhalt geboten wurde, verwendeten sie ab und zu Regeln für Mann gegen Mann Kämpfe. Die Sitzungen boten waren für eine ganze Weile sehr unterhaltsam. Doch letztlich wurde die Freunde der mittelalterlichen Kämpfe überdrüssig und distanzierten sich wieder von dem Spiel.

Gary suchte also etwas, womit er sie erneut zusammen bringen konnte. Da kam ihm die Idee, die Figuren (zumindest in ihrer Vorstellungskraft) zu verändern. Warum sollte ein Figur nicht einen Magier statt einem Katapulte repräsentieren? Dieser könnte stattdessen Feuerbälle schleudern, wodurch die Regeln der Katapulte übernommen werden könnten. Gary unterbreitete seinem Freund Jeff den Gedanken und zusammen schrieben sie eine Art Fantasy Erweiterung für das mittelalterliche Kriegsspiel. Mit der Zeit wurde dieses Heftchen dermaßen beliebt, dass Gary und Jeff eine kleine Firma drum rum aufbauten. Guidon Games operierte aus Garys Keller heraus und vertrieb 1971 erstmalig ein druckreifes Regelwerk mit dem Titel Chainmail: Rules for Medieval Miniatures.

« Vorheriger Artikel | Übersicht | Nächster Artikel »

Login



Registrieren | Passwort

Infoticker

  • Online: 36
  • Heute: 4.136
  • Vortag: 28.134
  • Tagesrekord: 33.677
  • Gesamt: 14.362

D&D CRPGs

1988

1989

1990

1991

1992

1993

1994

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

RPGuides | Neverwinter Nights | Neuigkeiten Sitemap home1 2 3 4